Mittwoch, 28. September 2016
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Medien & Recht

Die Titelstatistik 2008:

Das Jahr 2008 wird für uns wohl für immer im Zeichen der Finanzkrise stehen. Doch bevor sich die Lage im September 2008 zuspitzte, zeigten sich die Medienunternehmen in Deutschland bei der Umsetzung neuer Projekte sehr aktiv. Im Vergleich zum Vorjahr 2007 verzeichnet der Titelschutz Anzeiger im ersten Quartal 2008 eine Zunahme der Titelanmeldungen von rund 5%. Doch im Laufe des Jahres nahm die Innovationsfreude immer mehr ab und sank schließlich für das Gesamtjahr auf ein Minus von 3%.

Besonders deutlich ist der Rückgang angemeldeter Titel in der Tonträgerbranche mit einem Minus von rund 30% und bei den Verlagen, die mehr als 6% weniger Titel schützten als im Vorjahr. Die Produktionsfirmen der Fernsehbranche blieben mit einem Rückgang von 1% auf einem vergleichbaren Level zu 2007. Die Sender steigerten ihre Eigenproduktionen und schalteten 4% mehr Titel. Auch Werbe- und PR-Agenturen verstärkten ihren Einsatz für den Kunden. Für Kreative und Berater verzeichnet der Titelschutz Anzeiger einen Zuwachs von 15%. Mit einem Plus von rund 23% zeigten im vergangenen Jahr nur die Software-Produzenten eine deutliche Freude an Neustarts.

© 2009 Der Titelschutz Anzeiger

Die Titelschutz-Aktivitäten „privater" Anmelder, die sich hinter der Zahl „Sonstige" verbergen, ist dagegen im vergangenen Jahr mit minus 23% drastisch zurückgegangen. Steckt dahinter ein zunehmender Mangel an kreativen Ideen? Oder war es die Angst vor möglichen finanziellen Verlusten, die potenzielle Jungunternehmer in 2008 daran hinderte ihre Geschäftsideen zu verwirklichen. Ein leichtes Plus von 0,4% für Rechtsanwälte und ein „Marktanteil" von rund 44% bei den Titelanmeldungen macht deutlich: Medienunternehmer vertrauen zunehmend auf ihre Rechtsberater. Das beruht sicherlich nicht nur auf der Möglichkeit über die Anzeigenschaltung der Kanzlei „incognito" zu bleiben und damit Mitbewerber nicht auf die eigenen Pläne hinzuweisen. Die zunehmende Konvergenz der Medien macht Unternehmern und Inhouse-Juristen eine Klärung der Rechtsverhältnisse aller am Produktions- und Verwertungsprozess Beteiligten immer schwieriger. Hier sind Fachleute gefragt. Die Medienanwälte tragen diesen Anforderungen durch eine immer tiefer gehende Spezialisierung Rechnung.


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(al) 13.01.2009



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