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BVerfG: Prof. Dr. Johannes Masing scheidet aus dem Amt
Am 10. Juli 2020 hat
Bundespräsident Frank Walter Steinmeier dem Richter am
Bundesverfassungsgericht Prof. Dr. Johannes Masing nach Ablauf seiner zwölfjährigen Amtszeit die Entlassungsurkunde ausgehändigt und ihm bei diesem Anlass das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland mit Stern und Schulterband verliehen.
Am 15. Februar 2008 wählte der Bundesrat Prof. Dr. Johannes Masing zum Richter des Bundesverfassungsgerichts. Seit dem 2. April 2008 gehörte er dem Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts an. Als Berichterstatter war er insbesondere zuständig für das Recht der freien Meinungsäußerung, der Informations-, Presse- und Rundfunk-Freiheit sowie für die Rechtsgebiete des Versammlungsrechts, des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts und des Datenschutzrechts.
Seine Nachfolgerin ist Prof. Dr. Ines Härtel.
Der 1959 in Wiesbaden geborene Johannes Masing ist seit 1963 in Hamburg aufgewachsen. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. 1979 absolvierte er ein Sprachstudium an der Universität Grenoble/Frankreich. Von 1979 bis 1986 studierte Johannes Masing Rechtswissenschaft (Erstes juristisches Staatsexamen 1985) und Philosophie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie das Fach Klavier an den Staatlichen Hochschulen Freiburg (Diplom-Musiklehrerprüfung) und Stuttgart (Künstlerische Abschlussprüfung). Nach seinem Zweiten juristischen Staatsexamen im Jahre 1989 wurde er von 1992 bis 1996 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Bundesverfassungsgericht abgeordnet.
Es folgten in den Jahren 1996 die Promotion und 1997 die Habilitation an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Nach Lehrstuhl-Vertretungen an der Universität Bielefeld und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg von 1997 bis 1998 war Johannes Masing von 1998 bis 2007 Ordentlicher Professor an der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg. Im Jahre 2002 war er als Visiting Scholar an der University of Michigan Law School, Ann Arbor, Michigan/USA tätig.
Nach einem Forschungsaufenthalt in Paris im Jahre 2006 ist Johannes Masing seit 2007 Professor an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Im Jahre 2008 wurde ihm der Gay-Lussac-Humboldt-Preis verliehen. Zudem hatte er diverse Gastprofessuren an den Universitäten Paris I (Sorbonne- Panthéon), Paris II (Panthéon-Assas), Lyon III (Jean-Moulin) und Krakau (Jagiellonen-Universität) sowie der University of Pennsylvania, Philadelphia/USA inne. Er kehrt nun an Universität Freiburg zurück.
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(ps) 10.07.2020
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