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Datenschutz Hamburg: Prof. Dr. Johannes Caspar verabschiedet sich aus dem Amt des Datenschutz-Beauftragten

Prof. Dr. Johannes Caspar hat sich 12 Jahre lang für den Hamburgischen Datenschutz stark gemacht – Foto: HmbBfD

Prof. Dr. Johannes Caspar hat sich 12 Jahre lang für den Hamburgischen Datenschutz stark gemacht – Foto: HmbBfD
Am 28. Juni 2021 endete die Zweite und damit letzte Amtszeit von Prof. Dr. Johannes Caspar als Hamburgischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit. Im Mai 2009 war der 59-jährige Jurist von der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg ernannt und 2015 wiedergewählt worden. Über die Nachfolge des Hamburgischen Datenschutz-Beauftragten will die Bürgerschaft im August 2021 entscheiden. Bis dahin wird die Behörde von Ulrich Kuhn, dem bisherigen Stellvertreter von Prof. Dr. Caspar interimsmäßig geführt.

Als Datenschutz-Beauftragter hat sich Prof. Dr. Caspar häufig mit den Internet-Giganten Facebook und Google angelegt. Beide haben ihren Deutschland-Sitz in der Hansestadt.

Prof. Dr. Caspar über seine Amtszeit: "Unser Umgang mit Informationen bestimmt, wie unsere Zukunft aussehen wird. Das betrifft Informationen über Menschen, aber auch den Zugang zu Informationen für Menschen. Fake News, Hate Speach und ein allgemeines Misstrauen gegen Staat und Politik lassen sich mit einem allgemeinen voraussetzungslosen Zugang zu amtlichen Informationen abbauen, missbräuchliche Nutzungen von persönlichen Daten insbesondere zur Manipulation von Menschen durch einen wirksamen Vollzug des Datenschutzrechts verhindern.

Die zentrale Herausforderung, die informationelle Integrität in Zeiten des digitalen Umbruchs zu gewährleisten, kann nur gemeinsam gelingen. Hierzu müssen die unabhängigen Kontrollstellen im nationalen wie im europäischen Kontext effizient und unbürokratisch zusammenarbeiten. In politischen Prozessen gilt es, die Chancen zu erkennen, die ein eigenständiger Weg im Umgang mit Informationstechnologien bietet. Digitale Souveränität und Selbstbestimmung sind mehr als nur Schlagworte. Sie müssen als Leitprinzipien für ein offenes, digitales und menschengerechtes Europa stehen, das gerade auch ein Umdenken im lokalen Bereich erfordert. Datenschutz und Transparenz sind eine integraler Teil der Lösung, nicht das Problem. Das Bewusstsein hierfür gilt es zu stärken."

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(ps) 08.07.2021



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