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Presse-Leistungsschutzrecht: Corint Media geht gerichtlich gegen Microsoft vor

Der Aufsichtsrat der Berliner Verwertungsgesellschaft Corint Media GmbH hat am 31. März 2022 beschlossen, die Durchsetzung des Presseleistungsschutzrechts gegen Microsoft nunmehr gerichtlich anzugehen. Die Corint Media-Geschäftsführung hatte diesen Schritt nach mehr als zwei Jahre andauernden Gesprächen ohne ein akzeptables Ergebnis zu einer angemessenen Vergütung für die Nutzung von Presse-Inhalten durch Microsoft Bing und MSN empfohlen.

Markus Runde und Christoph Schwennicke, Geschäftsführer Corint Media: "Microsoft hat den von Corint Media vertretenen Presseverlagen nur einen unangemessen geringen Betrag für die Lizenzierung von Presseinhalten angeboten. Dieser orientiert sich augenscheinlich an den ebenfalls unverhältnismäßig und unangemessen niedrigen „Angeboten“, die Google im Markt immer noch marktmissbräuchlich in Individualverträgen durchzusetzen meint. Die deutliche Diskrepanz zwischen den öffentlichen Äußerungen der Unternehmensführung von Microsoft und der gelebten Praxis ist erstaunlich. Öffentlich hat man sich immer wieder zur Pressevielfalt bekannt und angekündigt, das Presseleistungsschutzrecht durch Zahlungen zu honorieren. Leider bleibt die Wirklichkeit vollständig hinter dieser Ankündigung zurück."

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(ps) 01.04.2022



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