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Medienanstalten: Google & Co. müssen für mehr Transparenz sorgen

Dr. Wolfgang Kreißig, Vorsitzender der Direktorenkonferenz fordert von Google & Co. mehr Transparenz bei der Erläuterung der Funbktionsweise - Foto: LfK

Dr. Wolfgang Kreißig, Vorsitzender der Direktorenkonferenz fordert von Google & Co. mehr Transparenz bei der Erläuterung der Funbktionsweise - Foto: LfK
Bei den Medien-Intermediären wie Google, Instagram, YouTube & Co. besteht laut einer Studie der Medienanstalten erheblicher Nachbesserungsbedarf bei den Transparenz-Angaben.

Transparenz im Netz bedeutet für die User-Community auch, dass sie nachvollziehen kann, warum ihnen bestimmte Inhalte auf Ergebnis-Seiten von Suchmaschinen- oder Video-Plattformen angezeigt werden. Über 80 Prozent der Befragten einer Studie der Medienanstalten sind an solchen Informationen interessiert. Allerdings sind die gesetzlich vorgeschriebenen Transparenz-Angaben bei den untersuchten Medien-Intermediären Google, YouTube und Instagram nicht leicht zu finden. Auch bei der Verständlichkeit der Angaben ergibt sich auf Basis der Studien-Ergebnisse für die Medienanstalten Nachbesserungsbedarf.

Dr. Wolfgang Kreißig, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Medienanstalten: "Transparenz-Vorschriften sollen die Funktionsweise von Google, YouTube, Instagram und Co. für Nutzerinnen und Nutzer nachvollziehbar machen. Dass dies nicht nur medienrechtlich notwendig ist, sondern auch den Interessen der Nutzerinnen und Nutzer entspricht, zeigt unsere Studie klar. Die Umsetzung durch Medien-Intermediäre muss allerdings verbessert werden. Dafür werden wir uns konsequent einsetzen zum Schutz eines transparenten demokratischen Meinungsbildungsprozesses."

Die Studien-Ergebnisse

Die Auffindbarkeit von Transparenz-Angaben laut der repräsentativen Studie (3.000 Personen wurden online befragt) lässt zu wünschen übrig. Im Vergleich schneidet Google zwar noch am besten ab. Doch nur 16 Prozent finden die Transparenz-Angaben, ohne auf einer der beiden nötigen Navigationsebenen zu scheitern; bei YouTube sind es 11 Prozent.

Bei Instagram waren sechs Klicks nötig. Nur 4 Prozent schafften das, ohne auf mindestens einer der Seiten zwei Mal an der falschen Stelle zu klicken. Dies spiegelt sich auch in der subjektiven Bewertung der Auffindbarkeit der Transparenz-Angaben wider: Fast drei Viertel der Instagram-Nutzer stimmten (eher) zu, dass diese schwierig zu finden waren und es lange dauert, zur Seite mit den erforderlichen Angaben zu gelangen. Die Gestaltung des Links (Platzierung, Größe, Erkennbarkeit) wurde ebenfalls bei Google am besten bewertet.

Auch bei der Verständlichkeit der Transparenz-Angaben schneiden die drei Intermediäre unterschiedlich ab. Den beiden Google-Texten attestierten 20 Prozent der Befragten die geringste Verständlichkeit. Zwar sind die Angaben zur Transparenz auf Instagram deutlich schwieriger zu finden, allerdings ist hier die Verständlichkeit am höchsten, sodass 41 Prozent der Befragten ein hohes Verständnis nach dem Lesen der beiden Texte aufweisen. Mit einem Anteil von 32 Prozent liegt YouTube zwischen Google und Instagram.

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(ps) 28.07.2022



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