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rbb-Rundfunkrat: Staatsanwalt Ralf Roggenbuck ist neuer Vorsitzender

Ralf Roggenbuck ist neuer Vorsitzender des rbb-Rundfunkrat, Anja-Christin Faber ist seine Stellvertreterin - Foto: ernst-fotos.de
Beim krisengeschüttelten
Rundfunk Berlin-Brandenburg rbb kehrt langsam wieder Normalität ein. Nachdem kürzlich (am 7. September 2022) die 49-jährige
Dr. Katrin Vernau als Interims-Intendantin die Nachfolge von
Patricia Schlesinger angetreten hat, ist nun auch der Vorsitz im rbb-Rundfunkrat neu bestimmt worden.
Zum neuen Vorsitzenden des Gremiums hat der 28-köpfige rbb-Rundfunkrat den 57-jährigen Ralf Roggenbuck gewählt. Er gehört dem Aufsichtsgremium seit 2019 an und ist hauptberuflich Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Potsdam. Er wurde vom Deutschen Beamtenbund Berlin und dem Deutschen Beamtenbund Brandenburg entsandt. Er tritt die Nachfolge von Friederike von Kirchbach an, die ihr Amt im August 2022 niederlegte.
Zur stellvertretenden Vorsitzenden wählte der Rundfunkrat die 47-jährige Anja-Christin Faber, die ebenfalls seit 2019 dem rbb-Rundfunkrat angehört und vom Landesfrauenrat Berlin e. V. und vom Frauenpolitischen Rat Brandenburg e. V. entsandt wurde.
Ralf Roggenbuck: "Es freut mich sehr, dass mir die Mitglieder des Rundfunkrates zutrauen, dieses schwierige Amt die verbleibenden fünf Monate auszuüben. Zuerst einmal gilt natürlich mein Dank meiner Vorgängerin Frau von Kirchbach, die die letzten Jahre den Rundfunkrat mit großem Engagement geleitet hat. Ich übernehme das Amt des Rundfunkratsvorsitzenden zu einem Zeitpunkt, an dem sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk in einer schweren Krise befindet. Dem Rundfunkrat obliegt jetzt die Aufgabe, der neuen Interimsintendantin Frau Dr. Vernau zur Seite zu stehen und sie bei der Lösung der anstehenden, vielfältigen Probleme zu beraten und zu unterstützen. Neben der notwendigen Verschlankung der Leitungsebene gilt es das Vertrauen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurück zu gewinnen und den rbb zukunftsfähig aufzustellen. Zu der Zukunftsfähigkeit gehört dabei auch, das Projekt Digitales Medienhaus auf den Prüfstand zu stellen. Zuvorderst gilt es aber die beiden Kontrollgremien zu stärken und neu aufzustellen. Der Rundfunkrat wird hierzu Vorschläge zur anstehenden Änderung des rbb-Staatsvertrags beraten und seine abschließende Stellungnahme an die beiden Länderparlamente weiterleiten."
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(ps) 22.09.2022
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