ANZEIGE

Bundespresseamt und Bundesdatenschutz-Beauftragter streiten über Facebook-Präsenz
Der Bundesdatenschutz-Beauftragte
Ulrich Kelber hatte das
Bundespresseamt am 20. Februar 2023 per Schreiben angewiesen, den Betrieb der Facebook-Site einzustellen. Ulrich Kelber vertritt die Auffassung, dass der datenschutzkonforme Betrieb einer Facebook-Site für eine Behörde nicht möglich sei.
Der Streit zwischen dem Bundesdatenschutz-Beauftragten und den Bundesbehörden begann bereits 2019. Ulrich Kelber verweist in diesem Zusammenhang auf ein Kurz-Gutachten der Datenschutz-Konferenz, in der auch die Datenschutz-Beauftragten der Länder vertreten sind, und auf Untersuchungen seiner Behörde.
Die Bundesregierung will sich nicht aus den Facebook-Kanälen zurückziehen und die Angelegenheit notfalls per Klage regeln. Der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Brückner erklärte am 27. Februar 2023: "Unser Facebook-Auftritt ist aus unserer Sicht ein wichtiger Bestandteil unserer Öffentlichkeitsarbeit, an dem wir zunächst einmal festhalten wollen."
Beim Bundespresseamt prüft man nun die Anordnung – dafür hat die Behörde nach Erhalt des Schreibens vier Wochen Zeit. Laut Ulrich Kelber muss das Bundespresseamt, das für die Facebook-Fanpage verantwortlich ist, den Nachweis erbringen, dass die Vorschriften und Grundsätze des Datenschutz-Rechts eingehalten werden.
zurück
(ps) 27.02.2023
Titelschutz anmelden
Wir informieren Sie
Erhalten Sie wöchentlich die wichtigsten Nachrichten und die aktuelle Ausgabe als PDF mehr...
Bestellen Sie hier die monatlich erscheinende Printausgabe mehr...
Erscheinungstermine
Hier finden Sie eine Übersicht der einzelnen Ausgaben mit den Erscheinungsterminen.