
Die weithin bekannte Presse-Rechtlerin Renate Damm ist im Alter von 89 Jahren verstorben - Foto: Damm + Mann
Die bekannte Rechtsanwältin
Renate Damm, die von 1963 bis 1995 für das Medien-Haus
Axel Springer tätig war, ist am 7. Juni 2025 im Alter von 89 Jahren verstorben. Die gebürtige Hamburgerin (27. Sept. 1935) war vom Verleger
Axel Springer höchstpersönlich eingestellt worden, nachdem sie in einem Gutachten dargelegt hatte, warum ein Prozess, der dem Verleger wichtig war, nicht gewinnen könne.
Renate Damm studierte Rechtswissenschaften in Hamburg und in Erlangen. Sie legte 1959 ihr erstes und 1963 ihr zweites juristisches Staatsexamen ab und trat anschließend als Syndikus-Anwältin in die Rechtsabteilung der Axel Springer AG ein. 1967 übernahm sie die Leitung der Rechtsabteilung "Redaktionen" und 1985 stieg sie zur Chefjuristin sowie Leiterin der Stabsabteilung Recht auf.
1996 wechselte Renate Damm in das Büro Hamburg der Kanzlei Redeker Schön Dahs & Sellner. Vier Jahre später - im August 2000 - gründete sie zusammen mit Roger Mann in Hamburg die Sozietät DAMM & MANN.
Neben ihrer Tätigkeit als Anwältin engagierte sich Renate Damm auch ehrenamtlich in den juristischen Berufsverbänden, als Lehrbeauftragte und Dozentin an Universitäten und Hochschulen sowie als Politikerin.
Renate Damm war Ehrenvorsitzende des Deutschen Juristinnenbundes, dessen Vorsitzende sie von 1983 bis 1989 war. Von 1989 bis 1995 gehörte sie als Mitglied im geschäftsführenden Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft der Syndikus-Anwälte im Deutschen Anwaltverein an. Darüber hinaus war sie über viele Jahre bis 2001 Mitglied im Rechtsausschuss des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger e.V. (VDZ - heute MVFP).
Von 1983 bis 2002 war Renate Damm als Lehrbeauftragte für Medienrecht an der Ludwig-Maximilians-Universität München und von 1992 bis 2002 Dozentin für Presserecht am Institut für Kultur- und Medienmanagement der Hochschule für Musik und Theater, Hamburg.
Auch im politischen Raum hat Renate Damm sichtbare Spuren hinterlassen. Sie war über 50 Jahre Mitglied der FDP und war Ende der 80er Jahre stellvertretende Vorsitzende der FDP in Hamburg. Der langjährige FDP-Chef und Bundesminister Hans-Dietrich Genscher hatte auf ihren Wunsch die Gleichberechtigungskommission der Bundesländer gegründet.
Privat malte die Mutter eines Sohnes gerne. In ihrem Haus auf Mallorca hatte sie daher auch ein eigenes Atelier. Sie ging leidenschaftlich gerne ins Theater und war auch dem Abfahrtski sehr zugetan - in Österreich hatte sie daher über viele Jahre eine Skihütte.
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