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Am Montag der vergangenen Woche hat das Pariser Handelsgericht das Online-Auktionshaus eBay verurteilt, mehreren Markenartikelunternehmen für Parfum, Mode und Kosmetik, Schadensersatz für den Handel mit gefälschten Markenprodukten zu zahlen. Das Verfahren wurde von dem französischen Konzern LVMH Moet Hennessy – Louis Vuitton SA angestrengt.
Laut Urteil des Pariser Gerichts habe eBay den Handel mit den gefälschten Produkten nicht verhindert und außerdem den Handel mit Originalartikeln zugelassen, die nur über ausgewählte Vertriebswege abgesetzt werden dürfen. Dabei ging es um Luxusartikel von Louis Vuitton und Christian Dior Couture sowie um Parfums von Dior, Kenzo, Givenchy und Guerlain.
Das US-Unternehmen eBay kündigte schon am darauf folgenden Tag an, in die Berufung zu gehen. eBay ergreife vielfältige Maßnahmen, um den Verkauf von Fälschungen auf dem Marktplatz zu bekämpfen, hieß es in einer Stellungnahme des Online-Auktionators. Das Unternehmen investiere jährlich mehr als 20 Millionen US-Dollar, um Plagiate aufzuspüren und vom Marktplatz zu entfernen. Es ginge hier auch um den Verkauf von Originalprodukten. Für eBay stelle dieses Urteil den Versuch dar, in Frankreich ein Geschäftsmodell zu diktieren, das den freien Handel behindert. Das Nachsehen hätten die Verbraucher, deren freie Wahl von Produkten und Dienstleistungen damit eingeschränkt werde. Diese Entscheidung sei nicht nur für eBay inakzeptabel, sondern für alle Verbraucher und Kleinunternehmen, die im Online-Handel tätig sind. eBay werde deshalb Berufung gegen dieses Urteil einlegen.
Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen mehr als 2.000 Mitarbeiter und arbeitet weltweit mit über 18.000 Rechteinhabern zusammen. In Deutschland ist die eBay GmbH seit 1999 vom Firmensitz im Europarc Dreilinden bei Berlin aus online.
(al) 02.07.2008
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