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Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein hat einen Missbrauch von Kontodaten aufgedeckt. Nach ihren Ermittlungen sind Callcenter an Kontendaten von Kunden der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) gelangt. Die Daten nutzten die Callcenter teilweise, um nach Werbeanrufen bei Verbrauchern Abbuchungen vorzunehmen, beispielsweise für die Teilnahme an einem angebotenen Glücksspiel. Dies sei auch geschehen, wenn der betroffene Verbraucher jegliche Teilnahme an dem Glücksspiel abgelehnt habe. Die Verbraucherzentrale hat das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein (ULD) informiert. Dieses werde weitere juristische Schritte prüfen und unter anderem ein Strafverfahren einleiten.
Viele Betroffene hätten angegeben, dass sie vor längerer Zeit SKL-Lose per Kontoabbuchung bezahlt hätten, berichtet die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. So sei sie auf die richtige Spur gekommen, nachdem sie anonym eine CD mit über 17.000 Datensätzen erhalten habe. Neben dem Namen, der vollständigen Adresse mit Telefonnummer und dem vollständigen Geburtsdatum seien die kompletten Bankdaten von über 17.000 Verbrauchern auf dieser Diskette gespeichert. Die Namen der Exceldateien weisen laut Verbraucherschützern auf die SKL hin. (Quelle: www.beck-aktuell.de vom 12.08.2008)
(al) 12.08.2008
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