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Die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) macht mit ihrer siebten Rangliste zur Lage der Medienfreiheit deutlich: „Frieden, nicht wirtschaftlicher Wohlstand, garantiert Pressefreiheit“. Von den 173 untersuchten Ländern sind demokratische Staaten wie die USA oder Israel, welche bewaffnete Konflikte austragen, in der neuen Rangliste weiter abgerutscht. Einige wirtschaftlich schwache Länder in Afrika und in der Karibik sind dagegen aufgestiegen. Deutschland behält auch in diesem Jahr den Rang 20.
Auf den untersten Rängen in Punkto Pressefreiheit rangieren Eritrea, Nordkorea, Turkmenistan, China und Kuba. Die Anstrengungen der internationalen Staatengemeinschaft gegenüber autoritären Staaten seien nicht wirksam genug, konstatierten die Reporter ohne Grenzen. Nach außen abgeschottete Länder, die von den größten Feinden der Pressefreiheit regiert würden, verpassten ihren Medien weiter ungehindert Maulkörbe. Organisationen wie die Vereinten Nationen hätten dagegen an Einfluss verloren, auch bei ihren Mitgliedsstaaten.
Die Menschenrechtsorganisation wurde 1985 im südfranzösischen Montpellier von einigen Journalisten gegründet und agiert heute weltweit. Reporter ohne Grenzen setzt sich über ein Netzwerk aus über 120 Korrespondenten, vier Büros und neun Sektionen rund um den Globus für Meinungs- und Pressefreiheit ein. Der ROG-Hauptsitz ist in Paris. Die deutsche Sektion ist seit 1994 von Berlin aus tätig.
(al) 23.10.2008
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