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Droemer-Knaur setzt sich durch - „Mafia“-Buch wird weiter verkauft

Das kürzlich in der Münchener Verlagsgruppe Droemer-Knaur GmbH & Co. KG erschienene Buch der Journalistin Petra Reski „Mafia - Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern" sorgt für einigen Wirbel. Gleich drei einstweilige Verfügungen wurden gegen die Verbreitung des Titels eingereicht. Die seit 20 Jahren in Italien lebende Autorin berichtet in ihrem neuen Buch über Mafia-Aktivitäten in Deutschland. Die Strukturen der Mafia kennt sie aus erster Hand. Für ihre Recherchen sprach die Autorin an geheimen Orten mit abtrünnigen Mafiosi, deckte Verstrickungen von Priestern auf und beobachtete Antimafia-Ermittler und Staatsanwälte bei ihrer Arbeit. Das Duisburger Landgericht hatte die erste einstweilige Verfügung des Hoteliers Rolf Milser zurückgewiesen. Milser beanstandete Textpassagen, die das von ihm betriebene Landhaus Milser in Zusammenhang mit Geschäften der Mafia gebracht hatten.

Im zweiten Fall konnte Milsers Geschäftspartner Antonio Pelle zumindest einen Teilsieg erringen. Der Verlag muss Textpassagen, die den Vor- und Zunamen Pelles sowie das Landhaus Milser im Zusammenhang mit Ermittlungen des BKA gegen die Mafia nennen, nun schwärzen. Droemer-Knaur erklärte, man werde nach einer eingehenden Prüfung der Urteilsbegründung entscheiden, ob Berufung eingelegt werden solle. Bereits am 20. November hatte sich der Erfurther Gastronom Spartaco Pitanti vor dem Landgericht München I erfolgreich die Nennung seines Namens in Reskis Buch verbeten. Auch hier kündigte der Verlag an, Widerspruch einzulegen. Zunächst wird Petra Reskis Mafia-Buch also mit den verlangten Änderungen weiter verkauft werden.


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(al) 08.12.2008



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