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Autoren und Verlage wehren sich gegen Google-Büchersuche

Deutsche Autoren und Verlage haben eine Allianz gegen den Suchmaschinenbetreiber Google geschlossen. Die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort), der Verband deutscher Schriftsteller in der Dienstleistungsgesellschaft ver.di (VS) und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zusammen mit dem Schweizer Buchhändler und Verleger-Verband (SBVV) wollen deutschsprachigen Autoren und Verlagen helfen, mit der ungenehmigten Digitalisierung ihrer Bücher durch Google umzugehen.

Google hat bereits im Herbst des vergangenen Jahres einen Vergleich mit den amerikanischen Autoren- und Verlegerverbänden geschlossen, um die kompletten Buchbestände der größten amerikanischen Bibliotheken zu digitalisieren. Dabei sollen ca. 7 Millionen Bücher erfasst werden, darunter auch zehntausende deutschsprachiger Buchtitel. Wesentlicher Teil der außergerichtlichen Vereinbarung vom Oktober 2008 ist die Zahlung von 125 Millionen US-Dollar an die amerikanischen Verbände.

„Ein effizienter Schutz der Interessen von Urhebern und Verlagen ist in dieser Situation am besten durch ein gemeinsames Vorgehen aller Beteiligten zu erreichen“, erklärte Dr. Robert Staats, Geschäftsführer der VG Wort in einer gemeinsamen Presseerklärung der Verbände. Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins fügt hinzu: „In der Geschichte des Urheberrechts sind noch nie 7 Millionen Bücher ohne Genehmigung der Rechteinhaber von einem kommerziellen Unternehmen zur eigenen Nutzung vervielfältigt worden. Wir müssen und werden dafür sorgen, dass es dabei in den USA nicht zu einer kalten Enteignung deutscher Rechteinhaber kommt.“ Die VG Wort hat sich daher Anfang Januar ein Rechtsgutachten durch eine spezialisierte internationale Anwaltskanzlei erstellen lassen. Auf Basis dieses Gutachtens will die Verwertungsgesellschaft nun die notwendigen Schritte vorbereiten, um den deutschen Rechteinhabern einen optimalen Schutz ihrer Urheberrechte zu gewährleisten.

Siehe auch:
Google trifft Vereinbarung mit US-Verbänden vom 29.10.2008
Umfrage: Google News Archive – kein Interesse bei deutschen Zeitungsverlagen? - vom 23.09.2008


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(al) 20.01.2009



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