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WDR trennt sich von TVT.media

Der Westdeutsche Rundfunk Köln will die Zusammenarbeit mit der Hürther Produktionsfirma TVT.media GmbH beenden. Grund war ein Hinweis auf Schleichwerbung in mehreren von TVT.media produzierten Beiträgen für das WDR-Format Servicezeit:mobil. Laut WDR wurden zwar keine Verstöße gegen das Verbot der Schleichwerbung festgestellt, dennoch gingen die Prüfer davon aus, dass drei der Fernsehbeiträge einen übermäßigen werblichen Effekt zugunsten eines Autoherstellers enthielten. TVT.media hatte Filmmaterial des Autoherstellers genutzt, ohne dies dem WDR mitzuteilen oder darauf im Beitrag hinzuweisen. Damit habe die Produktionsfirma gegen vertragliche Vereinbarungen verstoßen.

„Das Thema Korruptionsvorbeugung im Westdeutschen Rundfunk ist mir ein wichtiges Anliegen. Als öffentlich-rechtliches Programmunternehmen stehen wir für Unabhängigkeit, Glaubwürdigkeit und Integrität“, erklärte Intendantin Monika Piel (Foto) vor dem Rundfunkrat des WDR. Sie wolle zudem im Rahmen der zahlreich im WDR eingeführten Maßnahmen zur Korruptionsvorsorge weitere Schulungen anbieten. „Mein Ziel ist, alle Redakteurinnen und Redakteure weiter für ihre besondere Verantwortung zu sensibilisieren. Sie sind diejenigen, die unsere strengen Grundsätze auch gegenüber den Produktionsfirmen unmissverständlich deutlich machen müssen“, so Piel.

TVT.media verwahrte sich in einer Pressemitteilung gegen die Behauptung, man hätte vertragliche Vorgaben zum Schleichwerbeverbot nicht eingehalten. Die Produktionsfirma betonte zudem, dass sie zu keinem Zeitpunkt Produktionshilfen in Form von finanziellen Zuwendungen erhalten und die WDR-Revision während der monatelangen Ermittlungen auch umfangreich unterstützt habe.


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(al) 29.01.2009



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