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Im Jahr 2008 hat sich der Zuwachs an Anwälten im Vergleich zu den Vorjahren weiter verringert. Das teilte die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) Anfang März in Berlin mit. Am 1. Januar zählte die Dachorganisation der Rechtsanwaltskammern 150.375 zugelassene Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in Deutschland. Das sind 2,6% (3.464) Rechtsanwälte mehr als im Vorjahr. Seit 1998 mit einem Zuwachs von 6.412 Anwälten und einer Wachstumsrate von 7,53 % hat sich der Anstieg in den zurückliegenden zehn Jahren somit deutlich auf fast die Hälfte reduziert. Die höchste Mitgliederzahl verzeichnet die Rechtsanwaltskammer München mit 18.528, gefolgt von den Rechtsanwaltskammern Frankfurt (16.903) und Hamm (13.254). Ein nennenswerter Zuwachs von drei bis vier Prozent ist dabei ausschließlich in den acht Kammerbezirken mit großen Städten und Ballungszentren zu verzeichnen. Hier konzentriert sich ca. 2/3 der Anwaltschaft. Der Zuwachs in den verbleibenden Regionen belief sich auf etwa ein bis zwei Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern konnte sogar erstmals ein Rückgang festgestellt werden.
"Dem starken Anstieg der Anwaltschaft zur Jahrtausendwende scheint ein Ende gesetzt zu sein. Wir rechnen damit, dass sich das Wachstum weiter deutlich verlangsamt", erklärte Axel C. Filges (Foto), Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer. Dennoch bliebe ein starker Wettbewerbsdruck in der Anwaltschaft. "Die Finanz- und Wirtschaftskrise wird an der Anwaltschaft nicht spurlos vorübergehen und von ihr Flexibilität fordern. Sie wird aber auch die besondere Bedeutung kompetenter Rechtsberatung für Verbraucher und Unternehmen aufzeigen", so Filges.
(al) 16.03.2009
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