Aktuelle Ausgabe

Die Initiative „jugenschutz.net“ mit Sitz in Mainz hat die Ergebnisse ihrer Recherchen und Kontrollen in einem Jugendschutz-Bericht 2008 zusammengefasst. Die Zahl der von „jugenschutz.net“ registrierten Verstöße stieg 2008 um 6 Prozent auf 3.054 an (2007: 2.883). Die stärksten Zuwächse waren dabei im Bereich des Web 2.0 festzustellen. Bei dem größten Teil der Verstöße aus Deutschland ging es um Seiten mit pornografischen Inhalten (62 Prozent). Kinderpornografisch waren 3 Prozent der Inhalte. 11 Prozent verherrlichten Magersucht. Von den 1.685 registrierten Verstößen im Ausland stammten mehr als die Hälfte (56 Prozent) aus den USA. Insgesamt konnten 75 Prozent der Verstöße in Deutschland schnell geändert oder gelöscht werden.
„jugendschutz.net“ wurde 1997 von den Jugendministern aller Bundesländer gegründet und im Frühjahr 2003 organisatorisch an die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) angebunden. Die Initiative überprüft jugendschutzrelevante Angebote im Internet und versucht in der Kommunikation mit den Anbietern zu erreichen, dass unzulässige Angebote schon vor der Einleitung eines Aufsichtsverfahrens geändert oder gelöscht werden. Außerdem dient "jugendschutz.net" als Anlaufstelle für Fragen von Eltern, pädagogischen Fachkräften, Journalisten und Wissenschaftlern zum Thema Jugendmedienschutz.
(al) 01.09.2009
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