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Die künftige Bundesregierung setze auf die Vorteile des Wettbewerbs und die Selbstverantwortung von Wirtschaft und Konsumenten. Ebenso seien sich die Koalitionäre der Bedeutung der kommerziellen Werbung für ökonomisches Wachstum bewusst. Sie lehnten Werbeverbote als Gegenmittel bei Produktmissbrauch ab, weil sie offensichtlich die tatsächliche Ursache für menschliches Fehlverhalten wie beispielsweise falsche Ernährung erkannt hätten.
Das sagte Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), heute zum Koalitionsvertrag von CDU/CSU und FDP. So lehne das Regierungsbündnis im Bereich Lebensmittel ausdrücklich Werbeverbote, Zwangsinformationen und Strafsteuern für bestimmte Produkte ab. Stattdessen unterstreiche die Berliner Koalition in der Ernährungspolitik das Leitbild der mündigen Verbraucher, das erzieherische Engagement der Eltern und früh einsetzende Aufklärung über gesunde Ernährung und setze auf zusätzliche Information "durch freiwillige Systeme von Handel und Wirtschaft", wie es im Vertrag stehe.
Erkennbar sei der Ansatz eines Richtungswechsels auch in der Suchtpolitik. Verfolgte die Vorgängerregierung noch den Alkoholkonsum an sich und insbesondere die Werbung der Markenanbieter, wolle die neue Koalition die Prävention gegen den Missbrauch dieser Getränkegruppe in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen. Die bisherigen Programme sollen überprüft und die Eltern in die Präventionsarbeit einbezogen werden.
Parteina kündigte für den ZAW-Verbund aus 43 Verbänden der werbenden Wirtschaft, Medien und Agenturen aktive Mitarbeit auch bei der „Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft“ an, die von der Vorgängerregierung ins Leben gerufen wurde. Die neue Berliner Koalition wolle dieses Projekt fortführen und ausbauen.
Quelle: new business
(al) 26.10.2009
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