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Titelschutz-Bilanz 2009: Wirtschaftskrise macht sich bemerkbar

Die Wirtschafts- und Medien- Krise hat ihre Spuren auch im Titelschutz-Sektor hinterlassen - allerdings weit weniger stark als zu erwarten war. So ging die Anzahl der Titelschutz- Anmeldungen beim TITELSCHUTZ ANZEIGER nur um 7,9 Prozent auf 3.139 zurück. Im Vorjahr wurden 3.407 Titel zum Schutz angemeldet.

So hat Deutschlands Medien- und Kreativ-Wirtschaft mit durchschnittlich 260 Titel-Anmeldungen pro Monat oder über 60 pro Woche im vergangenen Jahr eine beachtliche Aktivität an den Tag gelegt und sich nicht vom Krisen-Gerede anstecken lassen. In besonderem Maße gilt dies für die Bereiche der Film- und Fernseh-Produzenten bzw. der Werbe- und PR-Agenturen, die ihre Titel-Anmeldungen um knapp acht bzw. gut zehn Prozent gesteigert haben. Diese beiden Bereiche können als Früh-Indikatoren für eine Belebung angesehen werden, denn Produzenten und Agenturen gehen dann in Vorleistung, wenn sie die ersten Anzeichen für eine höhere Nachfrage spüren.

Deutlich hat sich die Krise im Segment der Rechtsanwälte gezeigt, die im Auftrag ihrer Mandanten aktiv werden. Hier sank die Anzahl der Anmeldungen um zehn Prozent auf 1.335 Titel. Auch Verlage und TV-Sender haben mit minus zehn bzw. zwanzig Prozent spürbar weniger Titel zum Schutz angemeldet. Die Anmeldungen aus diesen drei Bereichen spiegeln die gegenwärtige Situation wider, denn dieses Lager meldet überwiegend Titel zum Schutz an, die kurz vor dem Start in den Markt stehen.

Im Segment der Sonstigen fällt auf, dass immer öfter auch Markenartikel-Unternehmen das Instrument des Titelschutzes nutzen. Zum Einen steht dahinter der Trend zu mehr Kunden-Zeitschriften, zum Anderen kann der Titelschutz den ersten Schritt in Richtung Markenschutz darstellen. (ps)


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(al) 26.01.2010



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