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Merkel signalisiert grünes Licht für Googles 'Street View'
Die Bundesregierung wird Googles umstrittenem Straßenansicht-Dienst 'Street View' keine Steine in den Weg legen. Der Internet-Konzern will demnächst im Detail aufgenommene Straßenzüge auch deutscher Städte online zeigen. "Diejenigen, die finden, dass dies ein Eingriff in ihre private Sphäre ist, können von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihrem wöchentlichen Internet-Podcast. Das Verbraucherschutzministerium habe dafür auf seiner Internetseite einen Musterbrief vorbereitet.
Damit griff Merkel weitergehende Forderungen von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) nicht auf, die unter anderem engere gesetzliche Grenzen für Googles Dienst verlangt hatte. Aigner hatte Google in den vergangenen Wochen wiederholt in scharfen Worten vorgeworfen, unter anderem mit 'Street View' die Privatsphäre der Bürger zu verletzen.
"Ich kann mir anhand von solchen Diensten anschauen, wo und wie jemand lebt, welche privaten Vorlieben er oder sie hat, wie seine Haustür gesichert ist oder welche Vorhänge an den Fenstern sind - und das ist noch das Wenigste. Damit wird das Private ohne Schutzmöglichkeiten an die globale Öffentlichkeit gezerrt", kritisierte Aigner Anfang der Woche als Google das Projekt für Deutschland vorstellte.
Google will in dieser Woche auf der IT-Messe CeBIT in Hannover über 'Street View' informieren. Dafür mietete sich der Internet-Konzern erstmals eine eigene Messefläche auf dem CeBIT-Gelände.
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(bs) 02.03.2010
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