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Falsche Gütesiegel und getarnte Werbung – Wettbewerbszentrale legt Jahresbericht 2009 vor

Rund 15.000 Beschwerden und Anfragen über unrechtmäßige Geschäftspraktiken hat die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e.V., Frankfurt am Main im vergangenen Jahr bearbeitet. Das geht aus dem am Dienstag (04.05.2010) vorgelegten Jahresbericht hervor.

Besonders in Fällen unlauteren Wettbewerbs mit falschen Güte- und Testsiegeln verzeichnete die Wettbewerbszentrale eine zunehmende Tendenz. Hinzu kamen über 100 Verfahren wegen getarnter Werbung gegen Verlage sowie irreführende Preise. So verlieh ein Dienstleister ein selbsterschaffenes „Deutsches Hygienezertifkat“ in Form eines Rundsiegels und ein Mineralwasser schmückte sich mit dem Qualitätssiegel „Bio-Mineralwasser“, obwohl es für natürliches Mineralwasser ohnehin keine spezifischen Bio-Kriterien gibt.

Insgesamt bewege sich der Beschwerdeeingang nach wie vor auf einem hohen Niveau, hieß es auf der diesjährigen Jahrestagung der Selbstkontrollinstitution der Wirtschaft in München. „Allerdings können wir feststellen, dass es trotz härteren Wettbewerbs und zunehmenden Kostendrucks der Unternehmen im Vergleich zu den Vorjahren insgesamt keinen Anstieg der Beschwerdefälle gegeben hat“, erklärte Dr. Reiner Münker (Foto), geschäftsführendes Präsidiumsmitglied der Wettbewerbszentrale.

Der vollständige Jahresbericht 2009 mit Berichten über Branchen, Einzelfälle und Entwicklungen steht auch als Download zur Verfügung.


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(al) 06.05.2010



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