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Dr. Renate Jaeger (Foto), zurzeit Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg, soll ab Januar 2011 bei Auseinandersetzungen zwischen Mandanten und Anwälten vermitteln. Der Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer Axel C. Filges hat die versierte Juristin zur Schlichterin in der neuen „Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft" bestellt. Die Errichtung einer unabhängigen, bundesweit tätigen Schlichtungsstelle ist Teil des im September 2009 in Kraft getretenen Gesetzes zur Modernisierung von Verfahren im anwaltlichen und notariellen Berufsrecht. Die Tätigkeit der Schlichtungsstelle soll sich auf alle zivilrechtlichen Streitigkeiten, wie etwa Höhe der Anwaltsvergütung oder Haftungsansprüche des Mandanten, erstrecken.
Dr. Jaeger betonte: „Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe. Sie gibt mir die Möglichkeit, die Selbstverwaltung der deutschen Anwaltschaft dabei zu unterstützen, noch mehr Verantwortung gegenüber dem Verbraucher zu übernehmen und die Gerichte zu entlasten. Im Zuge meiner beruflichen Laufbahn - zunächst als Sozialrichterin, später als Verfassungsrichterin und nun als Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte - habe ich mich unter anderem auch detailliert mit dem Recht der freien Berufe befasst."
Geschäftsführerin der Schlichtungsstelle ist Rechtsanwältin Christina Müller-Yorck. Dr. Jaeger wird zudem in wesentlichen Fragen durch einen Beirat beraten, der sich aus Mitgliedern des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestags, Vertretern der Verbraucherverbände und der Versicherungswirtschaft sowie in Haftungs- und Gebührenrecht erfahrenen Rechtsanwälten zusammensetzen wird.
Foto: BRAK/Stadler
(al) 10.05.2010
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