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Stern gegen Bunte – Presserat stellt Verfahren ein

Der Beschwerdeausschuss des Deutschen Presserats hat am Donnerstag (27.05.2010) das Verfahren um die „Bespitzelung“ von Politikern eingestellt. Die Beschwerdeführer hatten sich auf einen Stern-Report berufen, wonach die Zeitschrift Bunte eine Agentur zum Ausspionieren von Politikern eingeschaltet habe.

Der Presserat hat die beiden Verfahren nun mit der Begründung eingestellt, der Sachverhalt ließe sich trotz umfänglicher Prüfung nicht aufklären. Die Bunte bestritt den Vorwurf, sie habe Politiker, u.a. auch Franz Müntefering und seine damalige Lebensgefährtin und heutige Ehefrau, systematisch observieren lassen.

Die Illustrierte hatte die die Berliner Agentur CMK mit Recherchen über das Privatleben der Politiker beauftragt. Doch man habe ausschließlich die Erstellung zulässiger Fotos in Auftrag gegeben, so die Bunte. Die vom Presserat angehörte Agentur wies die Anwendung unlauterer Methoden ebenfalls zurück und versicherte, korrekt gehandelt zu haben. Als sich Unregelmäßigkeiten ergaben, habe sich die Agentur von zwei freien Mitarbeitern sofort getrennt. Das Magazin Stern blieb bei seinen Behauptungen.

Damit steht für den Presserat hier Aussage gegen Aussage, teilte das Kontrollgremium mit. Der Ausschuss könne der Bunten keinen konkreten Verstoß gegen den Pressekodex vorwerfen. Das Verfahren war nach § 12 Abs. 4 der Beschwerdeordnung daher einzustellen.


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(al) 28.05.2010



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