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Jürgen Berke und Thomas Kuhn, Redakteure der WirtschaftsWoche, deren Telefonate in den Jahren 2005 und 2006 von der Telekom überwacht wurden, wollen die Einstellung der Ermittlungen gegen Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke und den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel nicht hinnehmen. In einer persönlichen Erklärung auf WiWo.de werfen sie der Staatsanwaltschaft Bonn vor grobe handwerkliche Fehler gemacht zu haben. Bis heute habe es die Behörde nicht für nötig erachtet, die Betroffenen zu ihren Erkenntnissen zu den Spitzel-Vorgängen überhaupt zu befragen, heißt es in der Erklärung.
Nun haben die beiden „bespitzelten" Redakteure, vertreten von den Anwälten Dr. Verena Hoene und Dr. André Szesny, beide Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek, am vergangenen Freitag offiziell Beschwerde eingelegt.
„Die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft lässt zu viele Fragen offen", erklärte Dr. Hoene, „und Akteneinsicht hat bislang kein abgehörtes Opfer der hier begangenen Straftaten erhalten. Es ist unseren Mandanten, Herrn Berke und Herrn Kuhn, damit unmöglich, die Gründe für die Einstellung nachzuvollziehen."
Über die Beschwerde der bespitzelten Journalisten wird nun die Generalstaatsanwaltschaft entscheiden. Auch darüber, ob noch Akteneinsicht gewährt werde, muss das Landgericht Bonn entscheiden. Mindestens einer der Beschuldigten wehrt sich gegen die Übersendung der Akten an die Anwälte der Verletzten, so die vertretenden Anwälte.
(al) 01.07.2010
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