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Ein Kamerateam des Sat.1.-FrückstücksFernsehens musste sich jetzt vor dem Amtsgericht Berlin Tiergarten verantworten. Ein Reporter und zwei Kameramänner hatten im Februar 2009 auf dem Flughafen Berlin-Tegel einen Zwischenfall inszeniert. Wie das Onlineportal stern.de in der vergangenen Woche berichtete, spielte das Fernsehteam ein You-Tube-Video nach, das eine Chinesin auf dem Hongkong International Airport zeigt, die sich hysterisch schreien auf dem Boden wälzt, als sie erfährt, dass der Check In ihres Flugzeug beendet sei.
Polizei und Sicherheitskräfte des Flughafens Tegel nahmen den „Reporter-Selbstversuch“ nicht gut auf und erhoben Klage wegen Missbrauchs von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln.
Nach einem Einspruch der drei Fernsehleute, bot der Richter nun eine Geldbuße von 1.000 Euro und Einstellung des Verfahrens an. Er betonte, das Fernsehteam hätte für einen reißerischen Beitrag einen Einsatz der Bundespolizei ausgelöst und bei den Umstehenden Angst provoziert. Das Privatfernsehen könne nicht auf Kosten der Öffentlichkeit Gewinne einfahren, so der Berliner Richter.
(al) 10.08.2010
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