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ROG sieht Verschlechterung der Meinungsfreiheit in Europa

Die Lage der Medienfreiheit in Europa hat sich weiter verschlechtert. Das konstatiert die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) in ihrer Rangliste der Pressefreiheit 2010. Der bereits in 2009 festgestellte Abwärts-trend einiger Süd- und südosteuropäischer Staaten habe sich weiter fortgesetzt. Im Hinblick auf die Lage der Pressefreiheit zeigen sich, laut ROG, wachsende Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedsländern. So lägen zwischen den drei am besten platzierten EU-Ländern an der Spitze des Rankings (Finnland, die Niederlande und Schweden) und den am schlechtesten platzierten (Bulgarien und Griechenland) rund 70 Positionen.

Dazu ROG-Generalsekretär Jean-François Julliard: "Es ist beunruhigend festzustellen, wie einige EU-Mitgliedstaaten weiter Plätze in der Rangliste verlieren. Wenn die EU-Staaten keine Anstrengungen unternehmen, setzen sie ihre weltweit führende Position bei der Einhaltung von Menschenrechten aufs Spiel. Die europäischen Staaten müssen dringend ihre Vorbildfunktion wiedererlangen", so Julliard.

Deutschland ist in diesem Jahr nur um einen Platz auf Rang 17 aufgerückt. Negativ bewertet wurden hier u.a. Redaktionszusammenlegungen und Stellenstreichungen sowie der unzureichende Zugang zu Behördeninformationen. Die gesamte Rangliste 2010 ist unter www.reporter-ohne-grenzen.de nachzulesen.


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(al) 22.10.2010



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