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Schauspieler Ottfried Fischer gewinnt gegen Ex-"BILD"-Reporter

Das Amtsgericht München hat am vergangenen Montag einen ehemaligen „BILD“-Reporter und vier weitere Beschuldigte wegen Nötigung und Verletzung des persönlichen Lebensbereichs zu Geldstrafen verurteilt. Der Journalist hatte im Sommer 2009 ein Video mit Aufnahmen Ottfried Fischers beim Sex mit Prostituierten gekauft. Mit diesem Video habe er den Schauspieler unter Druck gesetzt und zur Zusammenarbeit mit ihm und der Zeitung gebracht, so die Anklage. Der ehemalige „BILD“-Reporter dagegen argumentierte, er habe den Schauspieler nicht zu einem freizügigen Interview genötigt. Die PR-Beraterin Fischers hätte das Interview von sich aus angeboten und „offensiven Journalismus“ betrieben.

Die Axel Springer AG kritisierte das Urteil in einer Stellungnahme als „falsch und für Journalisten und Verlage absolut nicht hinnehmbar“.

Der Anwalt des Journalisten, Spyros Aroukatos, kündigte bereits am Dienstag an, sein Mandant werde gegen die Verurteilung Berufung einlegen. "Wir finden, dass die mündliche Begründung in der Hauptverhandlung einerseits die Pressefreiheit grundsätzlich verkennt, andererseits die Ergebnisse der Beweisaufnahme nicht zutreffend würdigt", erklärte Aroukatos gegenüber stern.de.


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(al) 27.10.2010



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