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In der Auseinandersetzung um die Großhandelsspannen für Zeitschriften sehen sich zwei Kontrahenten, die Bauer Vertriebs KG und der Bundesverband Presse-Grosso, am 9. Juni in Köln vor Gericht, wenn die 8. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Köln über die Klage Bauers gegen den Grosso-Verband verhandelt.
Wie dnv-online.net berichtet, möchte das Unternehmen dem Presse-Grosso-Verband verbieten lassen, als zentraler Verhandlungspartner für die derzeit 68 Presse-Großhandelsfirmen in Deutschland mit den Verlagen Großhandelsspannen zu vereinbaren. Dies widerspricht nach Bauers Einschätzung kartellrechtlichen Vorschriften. Bauer wendet sich mit der Klage gegen eine Praxis, die das Unternehmen selbst über Jahrzehnte übte.
Im Hintergrund des Verfahrens steht die Weigerung des Presse-Grossos, Bauers finanziellen Forderungen bei der Festlegung neuer Großhandelsspannen zu folgen. Entsprechende Verhandlungen endeten im Herbst letzten Jahres ohne Ergebnis. Der Verlag möchte nun statt dessen mit den einzelnen Pressegroßhändlern bilateral verhandeln, weil er glaubt, auf diese Weise günstigere Konditionen erzielen zu können. Dieses Ansinnen stößt jedoch im Presse-Grosso auf scharfe Ablehnung.
(al) 20.04.2011
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