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Studie „Product Placement“: Sender üben Zurückhaltung

Laut einer neuen Studie des Instituts für Medienforschung - Göttingen IM•GÖ GmbH im Auftrag der Medienanstalten wurden die rechtlich Vorgaben für Produktplatzierungen von den Fernsehsendern akzeptiert. Doch im Hinblick auf die wirtschaftliche Bedeutung der neuen Werbeform fällt, so die Studie, die Bilanz verhaltenen aus.

Dazu erläuterte Prof. Dr. Helmut Volpers, Projektleiter der Studie, in einer Mitteilung des IM•GÖ: „Bislang gibt es keine flächendeckende Durchdringung mit bezahlten Produktplatzierungen. Trotz der deutlichen Liberalisierung der Gesetze nutzen die Sender diese Form der Erschließung neuer Finanzierungsquellen noch nicht in großem Umfang.“

Bei mehr als 5000 untersuchten Programmstunden aus Herbst 2010 und Frühjahr 2011 fanden sich Produktplatzierungen in sechs Casting- bzw. Spielshows, vier Daily bzw. Doku Soaps, zwei Kochsendungen, zwei Krimiserien und in drei Einzelsendungen.

Nur in vier Sendungen wurden, nach Ansicht der Wissenschaftler, Produkte in einer Weise präsentiert, die als „verkaufsfördernd“ einstuft werden könnten oder in denen die Kennzeichnungen der Produktplatzierung fehlten. Die zuständigen Medienanstalten prüfen diese Fälle.

Thomas Fuchs (Foto), Vorsitzender der Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten (ZAK), dazu: „Die Studie von Prof. Volpers sollte uns eine Rückmeldung über die Auswirkungen der neuen Regelungen im Rundfunkstaatsvertrag und in unseren Werberichtlinien geben. Wir nehmen jetzt erfreut zur Kenntnis, dass aktuell keine Anpassungen notwendig sind: Weder gibt es eine ‚Überregulierung‘, wie hier und da prophezeit wurde, noch ist auf Seiten der Sender eine ‚Goldgräbermentalität‘ erkennbar.“

Die 80-seitige Studie steht unter www.die-medienanstalten.de zum kostenlosen Download bereit.


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(al) 24.06.2011



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