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Bundeskanzlerin setzt sich für Verlage ein

Im Streit um die App-Strategien der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten hat sich jetzt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeschaltet. Auf dem Zeitungskongress in Berlin forderte sie ARD und ZDF dazu auf, ihre Apps zu prüfen. Wenn die öffentlich-rechtlichen Sender den privaten Medien mit ihren digitalen Aktivitäten zu sehr in die Quere kämen, sei das duale Rundfunksystem bedroht, sagte Merkel gestern sinngemäß auf der Veranstaltung des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Geprüft werden soll deshalb, ob die Internet-Angebote von ARD und ZDF ihrem gesetzlichen Auftrag entsprächen. Acht Zeitungsverlage klagen derzeit gegen die kostenfreie Tagesschau-App, die sie als unzulässige Konkurrenz bewerten.

Merkel stellte auch das sogenannte Leistungsschutzrecht in Aussicht. Dieses soll die Online-Angebote der Zeitungen vor gewerblicher Nutzung durch Suchmaschinen schützen. Sie strebe dabei einen Kompromiss an, der allen Seiten gerecht wird, so Merkel. Ein Allheilmittel könne das Leistungsschutzrecht allerdings nicht sein, betonte die Kanzlerin.

Quelle: new business


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(al) 21.09.2011



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