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Ermittlungen gegen Axel Springer in Ungarn

Die ungarische Wettbewerbsbehörde GVH hat in der Regionalzeitungsbranche Ermittlungen gegen mehrere Unternehmen wegen des Verdachts verbotener Preisabsprachen im Vertriebs- und Anzeigengeschäft eingeleitet. Dabei handelt es sich laut GVH u.a. um die beiden Zeitungsverlage Axel Springer Magyarország und Inform Media. Nach Angaben der GVH liegen ihr Informationen vor, die auf Kartellaktivitäten hindeuten. Man habe in dem Zusammenhang kürzlich auch Büros der Verlage durchsucht. Betroffen sind von den Ermittlungen auch die ungarischen Firmen Lapcom und Pannon Lapok. Die Behörde weist allerdings darauf hin, dass ein Verstoß gegen das Kartellrecht bislang nicht bewiesen sei.

Die Unternehmen weisen die Vorwürfe zurück. Bei Axel Springer hieß es auf unsere Anfrage, man unterstütze die Behörden. Allerdings habe es aus Sicht des Verlages keine kartellrechtlichen Verstöße gegeben. Mehr könne man zu dem laufenden Verfahren zurzeit nicht sagen. Das Ergebnis der GVH-Untersuchungen, die bereits vor einigen Monaten begonnen haben, soll in einem halben Jahr vorliegen.

Die Springer-Aktivitäten in Ungarn stoßen damit erneut auf Widerstand. Erst im Frühjahr 2011 hatte der ungarische Medienrat die geplante Fusion mit Ringier in dem Land vorerst blockiert.

Quelle: new business
Mehr dazu in der aktuellen ‚new business’-Printausgabe 40-2011.


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(al) 04.10.2011



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