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Der Europäische Gerichtshof (EuG) hat heute die bisherige Exklusiv-Vermarktung im Abo-Fernsehen gekippt. Damit ist künftig die Verwendung von ausländischen Decoderkarten bei Live-Übertragungen von Sportübertragungen wie Fußballspielen erlaubt. Ein Verbot solcher Karten in einzelnen Ländern der EU ist damit nicht mehr zulässig. Wie new-business.de mitteilt, verstoßen die bisherigen nationalen Regelungen nach Auffassung der Richter gegen den Grundsatz des freien Dienstleistungsverkehrs sowie gegen das Wettbewerbsrecht der EU. Das Urteil, gegen das keine Berufung möglich ist, ist auch ein harter Schlag für den Pay-TV-Sender Sky in Deutschland, der u.a. über die Bundesliga-Live-Rechte verfügt.
Ursache des Rechtsstreits war der Fall der Pub-Wirtin Karen Murphy, die in ihrer Kneipe in England Live-Übertragungen von Spielen der Premier League gezeigt hatte. Dazu nutzte die Wirtin jedoch keine Gaststätten-Lizenz des britischen Pay-TV-Senders BSkyB, sondern importierte einen Satelliten-Decoder des griechischen Anbieters Nova.
(al) 04.10.2011
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