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Bußgeld für RTL-Sender in Ungarn steigt weiter

Der Budapester TV-Sender RTL Klub (RTL Group), über dessen Probleme mit der Medienkontrolle das Branchenmagazin new business bereits im Mai berichtet hatte, gerät jetzt noch mehr unter Druck. Denn der ungarische Medienrat hat seine Bußgeldforderung wegen angeblicher Verstöße gegen Jugendschutzbestimmungen weiter erhöht. Nachdem der Sender zunächst 144 Millionen Forint (ca. 480.000 Euro) und anschließend noch einmal 88 Millionen Forint (293.000 Euro) Strafe zahlen sollte, hat sich die Summe jetzt auf insgesamt 278 Millionen Forint (927.000 Euro) erhöht.

Die Kritik der ungarischen Medienwächter an RTL Klub bezieht sich auf die Reality-Show 'Való Világ' (Reale Welt), eine Art 'Big Brother', in der mitunter recht freizügig agiert wird. Nach Ansicht des Medienrats hat RTL Klub in 'Való Világ' massiv gegen Jugendschutzbestimmungen verstoßen. Zur Begründung der Entscheidung heißt es, man habe zahlreiche Beschwerden von Zuschauern bekommen. Angeblich hätten sich viele Menschen über obszöne Darstellungen, Aggressivität sowie Rauch- und Trinkszenen in der Show beschwert.

Nachdem die ursprüngliche Bußgeldforderungen die Programmfolgen von November 2010 bis Januar 2011 betrafen, bezieht sich die aktuelle Gesamtsumme auf die Ausstrahlungen bis Mai 2011. RTL Klub hatte schon im Frühjahr erklärt, dass man die Bußgeldforderung nicht hinnehmen will. Man werde sie auf jeden Fall anfechten. Für den ungarischen Sender sind derartige Auseinandersetzungen nicht neu. Auch in der Vergangenheit wurden bereits Strafen gegen RTL Klub verhängt. Allerdings konnte sich der Privatkanal meist erfolgreich dagegen wehren. Dabei ziehen sich die Streitfälle oft lange hin.

Quelle: new business


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(al) 24.10.2011



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