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Wirtschaftsanwälte wollen gemeinnützige Rechtsberatung unterstützen

Führende Wirtschaftskanzleien in Deutschland fordern mehr unentgeltliche Beratung für gemeinnützige Zwecke. 16 internationale Anwaltssozietäten haben daher den Verein "Pro Bono Deutschland e.V." gegründet. Der Verein mit Sitz in Frankfurt will, so eine Pressemitteilung, als erster seiner Art in Deutschland die unentgeltliche Rechtsberatung (Pro Bono) zugunsten gemeinnütziger Organisationen fördern, sie noch stärker für die Anwaltschaft öffnen, Standards formulieren und Handlungsempfehlungen für Kanzleien entwickeln.

Die Arbeit des Vereins will Anwältinnen und Anwälten über die bereits bestehenden Tätigkeitsfelder im Bereich der Beratungs-, Prozess- und Verfahrenskostenhilfe hinaus eine Möglichkeit zu geben, ihre gesellschaftliche Verantwortung praktisch umzusetzen. Insbesondere Rechtsanwaltskanzleien, die nicht oder nur in geringem Umfang in Kostenhilfe-Verfahren beraten, können sich hier verstärkt engagieren.

Pro Bono Deutschland e.V. wird sich zudem dafür einsetzen, die regulatorischen Rahmenbedingungen zu verbessern und wird dazu den Dialog mit berufsständischen Organisationen, Behörden und dem Gesetzgeber im In- und Ausland sowie auf EU-Ebene suchen und Informationsveranstaltungen, Publikationen und Workshops anbieten. Der Verein und seine Mitglieder verstehen ihr jeweiliges Pro-Bono-Engagement grundsätzlich als unpolitisch.

Gründungsmitglieder sind die Anwaltssozietäten Allen & Overy, Ashurst, Clifford Chance, Debevoise & Plimpton, Freshfields Bruckhaus Deringer, Hogan Lovells, Latham & Watkins, Linklaters, Mayer Brown, McDermott Will & Emery, Orrick Hölters & Elsing, ReedSmith, Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom, Taylor Wessing, Weil, Gotshal & Manges und White & Case. Seit der Gründung des Vereins im Februar 2011 sind außerdem DLA Piper, Görg Rechtsanwälte und Dechert beigetreten.

Dazu Christian Bunsen, Partner bei Freshfields Bruckhaus Deringer und erster gewählter Sprecher des Vereinsvorstands: "Die Pro Bono-Rechtsberatung fristet in Deutschland noch ein Schattendasein. Mit unserer Initiative möchten wir noch mehr Kolleginnen und Kollegen für gemeinnütziges Beratungsengagement begeistern und den Gedanken der Pro Bono-Beratung auch hierzulande so etablieren, wie es Anwälte bereits in vielen anderen Ländern seit langem vormachen."


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(al) 09.11.2011



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