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Die Hamburger Rechtsanwältin Renate Damm, Mitbegründerin der Anwaltssozietät DAMM & MANN, ist in der vergangenen Woche mit dem Maria-Otto-Preis des Deutschen Anwaltvereins (DAV) ausgezeichnet worden. Mit diesem Anwältinnenpreis ehrt der Verein Personen, die sich in besonderem Maße in Beruf, Justiz, Politik und Gesellschaft verdient gemacht und eine besondere Vorbildfunktion für Anwältinnen und Anwälte inne haben. Renate Damm hat sich, nach Auffassung des DAV, frühzeitig in einer männlich dominierten Anwaltschaft durchgesetzt und wurde dadurch Vorbild für eine ganze Generation von Anwältinnen. Sie trat 1963, damals ungewöhnlich für eine Frau, als Syndikusanwältin in die Rechtsabteilung des Axel-Springer-Verlages ein. 1976 übernahm sie die Leitung der Rechtsabteilung Redaktion und 1985 die Leitung der Staatsabteilung Rechte. Seit 1996 ist sie eine der führenden, wenn nicht die führende Anwältin auf dem Gebiet des Presserechts und damit Beispiel für Anwältinnen genug.
„Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist nicht nur eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Auch innerhalb der Anwaltschaft müssen wir dafür kämpfen“, so Prof. Dr. Wolfgang Ewer, DAV-Präsident, in seiner Begrüßungsrede. Noch immer sei es so, dass der Prozentsatz der Partnerinnen in Kanzleien sehr gering ist. Die Anwaltschaft habe aber dem Umstand Rechnung zu tragen, dass sie zunehmend weiblich und jung werde. Die Möglichkeiten von Anwältinnen als Beschäftigte in einer Kanzlei in ihrer freiberuflichen Tätigkeit und vor allem auch ihre Karrierechancen als Partnerinnen in den Kanzleien müssten verbessert werden.
Der Preis ist nach Rechtsanwältin Dr. Maria Otto benannt, die erst nach hartnäckigem Betreiben im Jahr 1922 durch das Bayerische Staatsministerium der Justiz als erste deutsche Anwältin in München zugelassen worden war.
(al) 29.11.2011
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