Aktuelle Ausgabe

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat erstmals zwei Jugendschutzprogramme des Vereins JusProg und der Deutschen Telekom unter Auflagen anerkannt. Weil „effiziente Jugendschutzprogramme für das Internet hochkomplex“ seien, habe die KJM die beiden Programme mit Auflagen anerkannt, heißt es in einer Mitteilung der Kommission. So müssten müssen die Programme mittels eines Praxistests weiter auf ihre Benutzerfreundlichkeit überprüft werden. Für Eltern und Erzieher bedeutet die Anerkennung, dass sie die Möglichkeit haben, das Programm von JusProg e.V. unter www.jugendschutzprogramm.de kostenlos herunterzuladen. Das Programm der Deutschen Telekom kann von allen Festnetzkunden der Deutschen Telekom ab Ende März 2012 kostenlos unter www.t-online.de/kinderschutz abgerufen werden.
Der Hightech-Verband BITKOM begrüßt die Anerkennung der Programme. „Das ist ein wichtiger Schritt für mehr Jugendschutz im Web“, sagte Dr. Bernhard Rohleder (Foto), BITKOM-Hauptgeschäftsführer. Zahlreiche Anbieter würden intensiv an Programmen für den Jugendschutz arbeiten. Bisher wäre es aber fast unmöglich, eine formale Anerkennung zu erhalten, was die Verbreitung der Angebote behindert habe. Rohleder appellierte an Eltern, die Jugendschutz-Angebote im Web aktiv zu nutzen. „Technische Lösungen können gerade bei kleineren Kindern wichtig sein und den Erwerb von Medienkompetenz flankieren.“
BITKOM unterstützt auch die von Staat und Wirtschaft getragene Initiative „FragFinn.de“, einen geschützten Surf-Raum für Kinder. Ferner engagiert sich der Verband in Initiativen wie „Deutschland sicher im Netz“. Dort bekommen Jugendliche und Erziehungsberechtigte Unterstützung für mehr Sicherheit im Internet.
(al) 10.02.2012
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