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Im Rahmen der Auftaktpressekonferenz zur Leipziger Buchmesse gab Prof. Dr. Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, ein Plädoyer für das Urheberrecht ab. „Eine aufgeklärte Kulturnation kann auf das Urheberrecht nicht verzichten“, sagte Honnefelder. Was sich in der Diskussion über das Urheberrecht derzeit abzeichne, sei ein Kulturkampf, in dem das digitale Medium selbst zur kulturellen Herausforderung werde. Das Urheberrecht infrage zu stellen, sei gefährlich. „Geistiges Eigentum sichert erst die kulturelle Vielfalt“, so Honnefelder.
Er sei überrascht, dass das Urheberrecht und die Forderung nach freiem Zugang zu Informationen in der Diskussion als Gegensätze positioniert würden. „Der Schutz des Urheberrechts und der freie Zugang zu Informationen sind zwei Anforderungen, die sich ergänzen“, so Honnefelder. Weder verhindere das Urheberrecht den freien Zugang zu Informationen noch seien Informationen garantiert weltweit zugänglich, wenn sie nicht geschützt seien.
Diese Fragen würden wichtiger werden für eine Branche, in der die Digitalisierung stetig weiter an Fahrt gewinne. So steige der E-Book-Umsatz kontinuierlich, auch wenn sich der Anteil der E-Books am Umsatz 2011 immer noch im niedrigen einstelligen Bereich bewegt habe. Der Gesamtumsatz im Buchmarkt ist 2011 erstmals seit sieben Jahren ins Minus gerutscht. Für die zentralen Verkaufswege Sortimentsbuchhandel, E-Commerce und Warenhäuser belief sich das Minus auf 1,8 Prozent, der stationäre Buchhandel verzeichnet sogar ein Minus von drei Prozent.
Quelle: dnv-online
(al) 15.03.2012
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