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Online-Markt: Österreichs Zeitungsverleger wollen neue gesetzliche Rahmenbedingungen

Wie lässt sich mit mobilen Nachrichten-Anwendungen Geld verdienen? Diese Frage diskutierten Medienmanager, Chefredakteure, Journalisten und Verlagsmitarbeiter am Montag (26.03.2012) auf der VÖZ-Konferenz "Publishing for the 2020's" in Wien. So seien Tablets und Smartphones die Verbündeten der Zeitungen und Magazinen, um Produkte am digitalen Markt als Paid Content zur Verfügung zu stellen, betonte Eugen Russ, Vorsitzender des VÖZ-Board Digitale Medien.

Darüber hinaus kritisierte der Geschäftsführer des Vorarlberger Medienhauses die "Schieflage" am Online-Werbemarkt: In Österreich würden die US-Internet-Riesen Google und Facebook circa die Hälfte des Online-Umsatzes abziehen. "Doch der Content, den die User auf Facebook teilen sowie auf Google suchen, stammt zu einem gewichtigen Teil von unseren Medienhäusern." Der Gesetzgeber sei gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, dass Wertschöpfung am Online-Markt vermehrt im Land bleibe "und sei es über neue Steuern." Mit den daraus gewonnenen Mitteln könne die journalistische Qualität in Österreich gefördert werden.

In einer Stellungnahme gegenüber dem „Standard“ hatte Mag. Gerald Grünberger (Foto), Geschäftsführer des Zeitungsverleger-Verbands VÖZ, bereits Anfang März einen „effektiveren Schutz der Leistungen von Zeitungsverlagen vor sogenannten News-Aggregatoren“ gefordert. " Auch der VÖZ kämpft seit geraumer Zeit um ein ähnliches Gesetz", so Grünberger. Er bedaure, dass sich "die realpolitische Umsetzung schwieriger als in Deutschland" erweise. "Die Bereitschaft, das Urheberrecht neuen Herausforderungen anzupassen ist in Deutschland insgesamt größer. Österreich ist auch bei der Umsetzung von EU-Vorgaben für den Urheberrechtschutz im Internet säumig."


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(al) 28.03.2012



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