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Das Satiremagazin „Titanic“ darf das aktuelle Titelbild „Halleluja im Vatikan – Die undichte Stelle ist gefunden!“ zurzeit nicht weiter verbreiten. Der Bonner Presserechtler Dr. Gernot Lehr, Kanzlei Redeker/Sellner/Dahs, hat am Dienstag (10.07.2012) eine einstweilige Verfügung gegen den Verlag erwirkt. Laut Mitteilung der „Titanic“ hat Erzbischof Angelo Becciu die Kanzlei im Namen von Papst Benedikt XVI. mit der Durchsetzung der Unterlassung beauftragt, da sich der Papst in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt fühlt.
„Titanic“-Chefredakteur Leo Fischer wies die Vorwürfe zurück. "Benedikt muss uns missverstanden haben", so Fischer. Der Titel zeige einen Papst, der nach der Aufklärung der Spitzelaffäre ("Vatileaks") feiert und im Überschwang ein Glas Limonade über seine Soutane verschüttet hat: " Es ist allgemein bekannt, dass der Papst ein großer Freund des Erfrischungsgetränks Fanta ist." Man hoffe nun auf ein persönliches Gespräch mit dem Heiligen Vater, um das Missverständnis auszuräumen. Die Unterlassungserklärung werde man einstweilen nicht unterzeichnen. Es sei das erste Mal, dass ein Papst zivilrechtlich gegen das Magazin „Titanic“ vorgeht.
(al) 11.07.2012
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