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Bundesnetzagentur geht gegen Werbe-SMS vor

Die Bundesnetzagentur hat gegenüber dem Betreiber eines Internetportals eine Geschäftsmodelluntersagung ausgesprochen. Wie die Regulierungsbehörde mitteilt, wurde dem Unternehmen untersagt, unverlangte Werbung per SMS an Verbraucher oder sonstige Marktteilnehmer zu versenden oder durch Dritte versenden zu lassen.

„Mittlerweile liegen uns rund 1.500 Beschwerden von Verbrauchern zu SMS vor, in denen das Portal beworben wurde. Ein derartig hohes Beschwerdeaufkommen deutet darauf hin, dass sich hier ein Unternehmen auf dem Rücken der Verbraucher im Markt etablieren möchte. Wir akzeptieren dieses Vorgehen nicht und nutzen alle uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um dieses zu unterbinden", sagte Jochen Homann (Foto), Präsident der Bundesnetzagentur.

Bei den versandten Kurzmitteilungen handelte es sich um Werbung für das Internetportal www.autokette.de. Über die Internetseite können Autos gekauft oder verkauft werden. In den SMS wurde ein Besuch der Internetseite bzw. ein Inserat auf der Internetseite beworben. Die betroffenen Verbraucher hatten die Werbe-SMS gegen ihren Willen erhalten. Die SMS scheinen überwiegend an zufällig generierte Rufnummern versendet worden zu sein. Teilweise wurden auch gezielt Verbraucher angesprochen, die zuvor ihr Fahrzeug in vergleichbaren Portalen zum Verkauf angeboten hatten. Als Absenderrufnummer wurden mehrere hundert Mobilfunknummern mit verschiedenen Zuteilungsnehmern genutzt. Die Bundesnetzagentur hat bereits die meisten der genutzten Rufnummern abschalten lassen.


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(al) 07.09.2012



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