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Mit großer Mehrheit haben die Delegierten des DJV-Verbandstags in Kassel am vergangenen Dienstag Eckpunkte für eine Reform des Urheberrechts beschlossen. Neue Regelungen dürften die berechtigten Interessen der Kreativen nicht verletzen, teilte der Verband mit. Der Gesetzgeber dürfe rechtswidrige Nutzungen von Werken im Internet nicht deshalb legalisieren, weil sie faktisch möglich seien. Eine Anpassung des Urheberrechts an die digitale Welt könne nicht darin bestehen, Nutzern kostenfrei und schrankenlos die Verwendung von kreativen Inhalten zu erlauben. Die Persönlichkeitsrechte der Urheber müssten auch künftig geschützt sein. „Journalisten sollen weiterhin frei über die Nutzung ihrer Werke entscheiden und diese auch untersagen können“, heißt es in der Resolution.
Der Journalistenverband fordert zudem, die 2002 verabschiedete Reform des Urhebervertragsrechts nachzubessern. Gesetzlich müsse festgelegt werden, dass Urheber an jeder Nutzung ihrer Werke angemessen beteiligt würden. Ohne faire wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Journalistinnen und Journalisten sei die öffentliche Aufgabe der Medien bei der demokratischen Willensbildung bedroht.
(al) 08.11.2012
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