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Prof. Dr. Robert Schweizer, Vorstandmitglied von Hubert Burda Media für den Bereich Recht und Compliance, kündigte am vergangenen Mittwoch (16.10.2013) den baldigen Start einer neuen Verwertungsgesellschaft an. In einer Panel-Diskussion zum Thema „Gehört Google das Internet?“ warf der Jurist dem anwesenden Google-Manager Dr. Alwin Mahler vor: „Sie verdienen ihr Geld mit unserem Content“.
„Wenn Google Milliarden mit Werbung verdient, müssen Journalisten daran beteiligt werden“, forderte Schweizer. Schließlich greife Google auf fremde Inhalte zurück, verdiene damit viel Geld, beteilige die Verlage aber nur zu einem sehr geringen Anteil an den Werbeeinnahmen. Das müsse durch das Leistungsschutzrecht geändert werden. Zurzeit würden die Verlage eine entsprechende Verwertungsgesellschaft aufbauen. Verhandlungen mit Google aber hätten noch nicht begonnen. Mit den Berufsverbänden seien erste Gespräche über die Beteiligung der Journalisten an den durch den Leistungsschutz erzielten Einnahmen geführt worden, so Schweizer. Die Gewerkschaft Verdi habe dabei eine Beteiligung in Höhe von fünfzig Prozent gefordert.
Mahler, der bei Google-Deutschland für den Bereich Syndication & Partnerships zuständig ist, wehrte sich gegen die Vorwürfe, Google missbrauche sein Quasi-Monopol. In Bezug auf das Thema Leistungsschutzrecht sprach er von einem „unsäglichen Koalitionsvertrag“. In einigen Punkten aber wolle Google den Verlagen künftig entgegenkommen. So würden etwa die Originalquellen gegenüber anderen Seiten, die identische Inhalte kopieren, besser platziert. Auch Plattformen für Bezahl- und Ausschüttungsmechanismen könnten dazu beitragen, Qualitätsjournalismus zu unterstützen, sagte Mahler.
Weitere Infos zu den Panel-Diskussionen auf medientage.de
(al) 18.10.2013
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