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Zur Erweiterung geographisch geschützter Produkte auf den Non-Food Bereich hat die EU-Kommission am 15. Juli eine Debatte gestartet. Sie ruft Interessensgruppen auf, ihre Vorschläge und Ideen zu einer geographischen Qualitätskennzeichnung für Non Food-Artikel wie etwa Muranoglas oder böhmisches Kristall einzureichen. In der heutigen globalisierten Welt suchten die Verbraucher nach Wegen, um authentische und ursprüngliche Qualitätserzeugnisse identifizieren zu können. Der zuständige Binnenmarkt-Kommissar Michel Barnier sagte: "Die Europäische Union verfügt über eine reichhaltige Vielfalt an Produkten, die auf der Grundlage überlieferten Knowhows mittels traditioneller Verarbeitungsmethoden hergestellt werden. Diese Produkte sind nicht nur Ausweis europäischen Wissens und Know-Hows, sondern bergen auch ein beträchtliches wirtschaftliches Potenzial, das wir vielleicht noch nicht zur Gänze nutzen. Eine Ausweitung des Schutzes geografischer Angaben auf solche Produkte könnte für viele mittelständische Unternehmen und Regionen in Europa erhebliche wirtschaftliche Vorteile nach sich ziehen. Sie könnte dazu beitragen, unser einzigartiges, reichhaltiges Erbe zu bewahren und Beschäftigung und Wachstum in Europa zu fördern.“
Geografische Angaben dienen dazu, die Herkunft von Waren aus einem Land, einer Region oder einem Ort zu bestimmen, sofern ein besonderes Merkmal, das Ansehen oder eine sonstige Eigenschaft des Erzeugnisses im Wesentlichen auf dessen geografische Herkunft zurückgeht. Bislang existieren solche geschützten Angaben nur für Lebensmittel.
Interessierte können der Kommission im Rahmen der Konsultation bis zum 28. Oktober diese Jahres Anmerkungen und Vorschläge übermitteln.
(rd) 17.07.2014
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