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Ein Mitte Juli in Kraft getretenes Gesetz verbietet Online-Händlern in Frankreich, Rabatte auf Bücher zu gewähren und Bestellungen kostenlos zu versenden. Die von Branchenbeobachtern als "Anti-Amazon“-Gesetz bezeichneten Regelungen zielen laut Bericht des Wall Street Journal darauf, die heimischen Buchhandlungen vor der Online-Konkurrenz aus den USA zu schützen. Stationäre Sortiemntsbuchhhandlungen könnten nach wie vor die in Frankreich erlaubten Rabatte von bis zu fünf Prozent gewähren.
Amazon soll bereits darauf reagiert haben: Rabatte gibt es nicht mehr, und für Buchlieferungen werden Versandkosten erhoben – und zwar in Höhe von einem Cent. Das entspreche dem gesetzlich zugelassenen Minimum. Mitglieder des kostenpflichtigen Prime-Programms sollen auch weiterhin versandkostenfrei bestellen können, heißt es bei Amazon.
Der französische Buchhandelverband SLF erklärte: „In den USA, Deutschland und Großbritannien organisieren sich bereits Verlage und Buchhändler gegen den nicht akzeptablen Marktdruck, den Amazon ausübt.“ SLF freue sich, dass es in frankreich jetzt auch soweit sei und begrüße das Gesetz. Die Notwendigkeit für das neue Gesetz sei offensichtlich. In Deutschland hat Amazon unter anderem mit einer Kartellbeschwerde des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zu tun, ferner mit einem Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft Verdi.
(rd) 17.07.2014
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