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Das Dortmunder Medienhaus Lensing verzichtet auf die Übernahme der sieben lokalen Zeitungsausgaben der Funke Mediengruppe ('Westdeutsche Allgemeine Zeitung' und 'Westfälische Rundschau') und hat die Anmeldung beim Bundeskartellamt zurückgezogen. Das Kartellamt hatte bereits angekündigt, den Erwerb zu untersagen.
Die Tageszeitung 'Ruhr-Nachrichten' (Lensing-Titel) sei die einzige Wettbewerberin der sieben Lokalausgaben im auflagenstarken Raum Dortmund, erläutern die Kartellwächter. Der Zusammenschluss hätte auf den meisten der betroffenen Leser- und Anzeigen-Märkte zu einem Monopol von Lensing geführt. Bei der Anmeldung der Übernahme hatten sich die beiden Zeitungshäuser auf die Grundsätze der Sanierungsfusion berufen. Demnach wäre ein Zusammenschluss auch dann möglich, wenn bei Ziel-Unternehmen (in diesem Fall Funke Medien) die Insolvenz bevorstehen würde und daher dem übernehmenden Verlag die Märkte – ohne Alternativ-Erwerber - ohnehin zufallen würden. Ein solcher Fall sei nach Auffassung des Bundeskartellamtes nicht gegeben.
Dazu Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: "Der Gesetzgeber stellt den Wettbewerb auch auf regionalen Presse-Märkten zu Recht unter einen besonderen Schutz. Hier drohte ein regionales Zeitungsmonopol. Wir haben zwar eine sogenannte Sanierungsfusion geprüft, aber im Ergebnis verneint."
(al) 28.07.2014
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