Aktuelle Ausgabe
Der frühere Chef des Automobilsport-Weltverbandes Max Mosley und der Suchmaschinen-Gigant Google haben ihre juristische Auseinandersetzung beendet und sich auf einen Vergleich geeinigt. Bei dem Rechtsstreit ging es darum, dass Bilder einer privaten Sex-Party nicht mehr als Suchtreffer bei Google gezeigt werden. Diese Fotos waren auf illegale Weise zustande gekommen und wurden 2015 von der britischen Zeitung NEWS OF THE WORLD veröffentlicht worden. Max Mosley war 1993 bis 2009 Präsident des Internationalen Automobil-Verbandes FIA und damit eine sehr einflussreiche Figur im Motorsport-Bereich.
Über die Einigung hatte das Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL berichtet. Sowohl ein Google-Sprecher als auch Tanja Irion, Mosley's Anwältin in Deutschland, bestätigten den Vergleich. Tanja Irion hatte im Janaur 2014 für Max Mosley beim Landgericht Hamburg erfolgreich geklagt. Google wurde damals dazu verpflichtet, das Sex-Video und entsprechende Fotos nicht mehr zu zeigen. Gegen das Urteil hatte Google Berufung eingelegt.
Im SPIEGEL wird Mosley, der im April 2015 seinen 75. Geburtstag feierte, mit den Worten zitiert "Die Vereinbarung ist vertraulich, ich bin zufrieden und möchte sie nicht gefährden." Er dürfte wohl nicht alle seine Ziele in dieser Sache erreicht haben, aber augenscheinlich die Punkte zu seinen Gunsten geregelt haben, die ihm am wichtigsten sind.
Die Hamburger Medienrechts-Expertin Tanja Irion hat im Hintergrund ebenso geschickt wie still und leise die Verhandlungen geführt.
(ps) 18.05.2015
Titelschutz anmelden
Wir informieren Sie
Erscheinungstermine