Aktuelle Ausgabe

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – in diesem Sinne werden die drei deutschen Polit-Größen Gerhard Schröder, Otto Schily und Horst Köhler im Zusammenhang ihrer Beziehungen zu Nursultan Nasarbajew, dem Präsidenten der Republik Kasachstan, auf dem Cover der aktuellen SPIEGEL-Ausgabe so gezeigt, als würde bereits gegen sie ermittelt. Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder hat seinen Anwalt Michael Nesselhauf bereits in Bewegung gesetzt und fordert über ihn die Abgabe einer Unterlassungserklärung, das heißt im Klartext, der SPIEGEL soll dieses Cover nicht mehr zeigen bzw. nutzen. Damit müsste dieser Titel aus dem Online-Auftritt des SPIEGELS verschwinden. Parallel geht Nesselhauf, der übrigens von Ende 1967 bis Anfang 1986 selber für den Spiegel-Verlag gearbeitet hat (von 1971 bis zum Ausscheiden als Verlagsleiter), auch gegen die Print-Ausgabe vor.
Beim Verlag gibt man sich gelassen, die geforderte Unterlassungserklärung soll nicht abgegeben werden. Damit dürfte der Gang zum Landgericht Hamburg vorprogrammiert sein.
Die Kanzlei Nesselhauf ging im Januar 2008 in Hamburg an den Start. Damals verließ ein zehnköpfiges Team die Kanzlei Buse Heberer Fromm.
(ps) 18.06.2015
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