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ZAW kritisiert Pläne des Bundeslandwirtschaftsministerium, die ein Totalverbot der Tabakwerbung vorsehen

ZAW-Hauptgeschäftsführer Manfred Parteina kämpft für die Souveränität der Bürger

ZAW-Hauptgeschäftsführer Manfred Parteina kämpft für die Souveränität der Bürger

Die Pläne des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, ein Totalverbot der Tabak-Werbung in Deutschland einzuführen, werden vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW mit Sitz in Berlin heftig kritisiert. Ein Vorschlag des Ministeriums sieht vor, die noch verbliebenen Kommunikations-Möglichkeiten der Tabak-Industrie auf Plakaten und im Kino zu untersagen.

ZAW-Hauptgeschäftsführer Manfred Parteina hebt warnend den Finger: "Tabak-Unternehmen produzieren und vertreiben legale Erzeugnisse. Eine vollständige Kappung des werblichen Kontaktes zum erwachsenen Kunden stellt die Branche außerhalb des Systems der Marktwirtschaft." Das Ministerium verweist bei seiner Initiative auf gesundheits- und jugendpolitische Effekte, die das Komplett-Verbot der Tabak-Werbung angeblich bewirken soll. Für Parteina ist das eine klare Bevormundung bzw. eine Absage an die Souveränität der Bürger: "Offenbar misstraut das Ministerium der Kompetenz der Bürger, mit Tabak-Werbung sachgerecht umzugehen. Aber ob mit oder ohne Werbung – jeder weiß, dass Tabak-Erzeugnisse Produkte der besonderen Art sind. Etwas anderes anzunehmen, wäre realitätsfremd." Das bestätigt im übrigen auch die Statistik: Der Tabak-Konsum der 12- bis 17-Jährigen hat sich in Deutschland seit 2001 mehr als halbiert und ist damit in Deutschland stärker zurückgegangen als in anderen EU-Ländern mit einem kompletten Tabak-Werbe-Verbot.

Der ZAW appelliert an die Politik, Pläne für ein Totalverbot der Tabak-Werbung fallen zu lassen. Es wäre ein Eingriff in den Werbe-Markt von bislang nicht gekannter Tiefe, dem keine verbraucherschützenden Wirkungen gegenüberstehen. Eine solche Regelung entbehrt jeglicher Berechtigung.


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(ps) 30.06.2015



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