Aktuelle Ausgabe
Am 17. März 2016 geht im Humboldt-Carré in Berlin das DLM-Symposium mit dem Titel "Neue Nadelöhre – wer bestimmt unseren Zugang zu den Medien?" über die Bühne.
Stellt der Breitbandzugang ein Nadelöhr für konvergente Medien und ihr Publikum dar? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Keynote von Dorothee Bär, MdB und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.
Im weiteren Verlauf geht es beim DLM-Symposium 2016 um den Einfluss digitaler Vermittler auf den Zugang zu publizistisch relevanten Inhalten: Elektronische Programmführer oder TV-Benutzeroberflächen, Suchmaschinen oder Social Media machen die Angebote zugänglich, oft bringen Algorithmen sie in eine Rangfolge. Welche Auswirkungen hat diese Vorsortierung auf Zugang und Auffindbarkeit? Brauchen wir neue Instrumente für die Vielfaltssicherung?
Zunächst stehen die rundfunkrechtlich definierten Plattformen im Mittelpunkt der Diskussionen: Dr. Marc Jan Eumann, Staatssekretär für Europa und Medien in der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen, wird über den aktuellen Stand der Überlegungen in der "AG Plattformregulierung" der Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz (BLK) berichten. Den Reform-Bedarf aus Sicht der Medienanstalten stellt anschließend Thomas Fuchs, Koordinator des Fachausschusses "Netze, Technik, Konvergenz", vor. Ist Vielfalt auf den klassischen Plattformen ein Selbstläufer – oder muss sie durch veränderte regulatorische Maßnahmen abgesichert werden? Die Positionen der Marktbeteiligten dazu werden Carine Lea Chardon, LL.M., Leiterin Medienpolitik und Medienrecht beim Fachverband Consumer Electronics im ZVEI, Dr. Matthias Kirschenhofer, General Counsel bei der Constantin Medien AG in München, Lutz Reulecke, Vice President Regulatory Affairs & Public Policy bei Sky Deutschland in Unterföhrung, Dr. Annette Schumacher, Head of Regulatory Media & State Aid beim Mobilfunk-Anbieter Vodafone in Düsseldorf und Peter Weber, Justiziar beim ZDF in Mainz, einbringen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung geht es um die Intermediäre, also um Online-Plattformen, die Nutzer und Inhalte-Anbieter zusammenbringen. Wie das Herzstück von Suchmaschinen, Social Media und Micro-Blogs funktioniert, wird Prof. Dr. Katharina Anna Zweig von der Technischen Universität Kaiserslautern erläutern. Ihr Thema: "Die Welt der Algorithmen – Relevanz und Risiko".
Für Politik und Regulierung geht es in dem Zusammenhang auch um die Frage, wie im Internet die Auffindbarkeit von Angeboten, die für die Meinungsbildung relevant sind, und die notwendige Übersicht über die Angebotsvielfalt für die Nutzer gewährleistet werden können. Das Bundeskartellamt in Bonn hat daher eine "Task Force Online-Plattformen" eingerichtet, über deren Arbeit Julia Topel, Vorsitzende der 6. Beschlussabteilung, berichtet. Die BLK setzt sich im Rahmen der "AG Intermediäre" mit der Bedeutung der neuen Gatekeeper für Vielfalt und Meinungsbildung auseinander. Dr. Carsten Brosda, Bevollmächtigter des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg für Medien, und Dr. Jan Ole Püschel, Gruppenleiter "Medien und Film; Internationales" bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, werden den aktuellen Diskussionsstand vorstellen.
Ein erstes Fazit wird die Abschlussrunde des DLM-Symposiums ziehen: Mit dem DLM-Vorsitzenden Siegfried Schneider werden Eva-Maria Kirschsieper, Head of Public Policy Germany bei Facebook in Hamburg, Jan Kottmann, Leiter Medienpolitik / Senior Policy Counsel DACH bei der Deutschland-Niederlassung des Suchmaschinen-Giganten Google in Hamburg, Dr. Susanne Pfab, Generalsekretärin der ARD, und der VPRT-Vorsitzende Dr. Tobias Schmid diskutieren, ob es neue Regeln für einen fairen Ausgleich zwischen Inhalte-Anbietern und digitalen Vermittlern braucht.
Wer sich anmelden möchte, findet hier den Link.
(ps) 22.02.2016
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