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VG Media: Handelsblatt wird Gesellschafter - Burda pausiert

Bei der 2001 gegründeten Verwertungsgesellschaft VG Media in Berlin gibt es Veränderungen im Gesellschafter-Kreis. Die Verlagsgruppe Handelsblatt aus Düsseldorf tritt als neuer Gesellschafter bei der VG Media ein und übernimmt 4,29 Prozent der Anteile, die bisher treuhänderisch von der ProSiebenSat.1-Gruppe gehalten wurden. Die VG Media vertritt die Urheber- und Leistungsschutz-Rechte nahezu aller deutschen und einiger internationaler privater TV- und Radio-Sender sowie über 200 digitaler verlegerischer Angebote - die Verlagsseite schloss sich 2014 der VG Media an . Neben dem Eintritt der Handelsblatt-Gruppe (Teil der in Stuttgart ansässigen Dieter von Holtzbrinck-Gruppe) muss die VG Media allerdings auch den Rückzug des Münchner Konzerns Hubert Burda Media hinnehmen. Die Burda-Gruppe hat sich entschieden, seine Rechte ab 2017 vorerst nicht länger von der VG Media wahrnehmen zu lassen, sondern sich ganz auf die europäischen Bemühungen zur Stärkung des Rechts der Verleger auf Beteiligung zu konzentrieren.

Gabor Steingart, Herausgeber des „Handelsblatts“: "Der Deutsche Bundestag hat 2013 ein Leistungsschutz-recht für Presseverleger erlassen, das gleichbleibend aktuell wie in seiner rechtspolitischen Absicht richtig ist. Google und Facebook sollen dennoch zahlen, wenn sie unsere verlegerischen Inhalte publizieren und für sich verwerten. Die VG Media ist für die Durchsetzung unserer Interessen der richtige Partner. Auch die Kabelunternehmen haben von der VG Media lernen müssen, dass sie nicht ein Stück Plastik in der Wohnzimmerwand, sondern private Fernseh- und Radioprogramme gegen monatliches Geld verkaufen. Deshalb investieren wir in den Erwerb des VG Media-Gesellschaftsanteils in unsere Zukunft."

Markus Runde und Maren Ruhfus, Geschäftsführer der VG Media: "Wir freuen uns sehr, mit der Verlagsgruppe Handelsblatt nicht nur einen weiteren Verlag als Gesellschafter für die VG Media, sondern auch einen profilierten und engagierten Verbündeten in der Auseinandersetzung um die Durchsetzung des Presseleistungsschutzrechts gewonnen zu haben. Gleichzeitig respektieren wir den Schritt des Burda-Verlags, sich vorerst aus der VG Media zurückzuziehen. Wir stehen für eine erneute Wahrnehmung der Rechte bereit."

 

 


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(ps) 01.10.2016



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