Donnerstag, 12. Dezember 2019

Lesetipp: Kleine Geschichte(n) des Urheberrechts

Im Band 9 der Reihe „Berliner Bibliothek zum Urheberrecht“ befasst sich Rechtsanwalt Dr. Fedor Seifert mit der Entstehung des Urheberrechts. Das Buch stellt die Geschichte des geistigen Eigentums an Beispielen aus der Kulturgeschichte und deren großen Persönlichkeiten dar. Homer, Horaz, Eike von Repgow, Michelangelo, Dürer, Goethe, Klopstock, Schopenhauer, Wagner, Richard Strauss bis Beuys haben auf ihre Art um geistiges Eigentum gekämpft. Die oft schwierige Beziehung zwischen Autoren und Künstlern auf der einen und ihren Förderern sowie später den Verlegern und Verwertern auf der anderen Seite zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Es war nicht untypisch, wenn Goethe sein Verhältnis zu den ihn umwerbenden Verlegern in die Worte fasste: „Die Buchhändler sind alle des Teufels, für sie muss es eine eigene Hölle geben."

Fedor Seifert zeichnet die geschichtliche Entwicklung zum Urheber- und Verlagsrecht in kleinen, vergnüglichen Geschichten nach. Die historischen Ereignisse und Fragestellungen werden zu modernen Problemen des Urheberrechts in Bezug gesetzt, so dass das Buch auch als Einführung in das heutige Urheberrecht dienen kann. "Der zugleich amüsant wie grundgelehrt geschriebene Gang durch die Jahrtausende mündet in der Moderne" (Albrecht Götz von Olenhusen).

So erhält der Leser einen Einblick in die geschichtlichen Hintergründe des heutigen Urheberrechts und gleichzeitig werden ihm aktuelle Interessenlagen und Konflikte, etwa im Bereich der Schrankenregelungen, bei den Vergütungen auf Trägermedien, im Urhebervertragsrecht, bei Film, Funk und Fernsehen sowie im Zusammenhang mit Computern und dem Internet verständlich gemacht.

Zu beziehen über den Buchhandel oder den Verlag Medien und Recht, München (ISBN: 978-3-939438-24-3, Preis 32,00 Euro).


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(al) 07.08.2014



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